Vom Suchen und Finden im Online Shop

Vom Suchen und Finden im Online Shop

Vom Suchen und Finden im Online Shop: Tipps für eine userfreundliche Suchfunktion

Eine gut funktionierende Suchfunktion ist ein Muss für jeden userfreundlichen Online Shop. Erfahrt, wo User das Suchfeld erwarten, welche Funktionen Eure Shop-Suche haben sollte und wie Ihr die Ergebnisse der Produktsuche am besten präsentiert.

 

Einsatz der Suche im E-Commerce

3 Prozent der Online Shops bieten im Jahr 2016 ihren Usern keine Suchfunktion an – auch wenn das eine verschwindende Minderheit ist, finde ich diese Zahl erstaunlich. Die Suche zählt einfach zu den Must-Haves eines jeden Online Shops – keine Suchfunktion bedeutet unzufriedene User, was wiederum weniger Konversionen bringt. Umgekehrt sorgt eine optimal funktionierende Suche dafür, dass die Conversion Rate langfristig steigt. Das ist auch dem Großteil der Online-Shop-Betreiber bewusst: 80 Prozent gaben laut einer Studie des E-Commerce Leitfaden an, dass sie die Suchfunktion in ihrem Shop für „sehr wichtig“ halten.

So nutzen auch 23 Prozent der Online Shops die Standard-Suchfunktion ihres Shopsystems, während 60 Prozent dagegen auf ein Zusatzmodul eines Drittanbieters wie priMarkets setzen.

 

 

Ab wann braucht eine Website eine Suchfunktion?

Nicht jede Website benötigt eine interne Suchfunktion. Auf den Websites von Dienstleistern beispielsweise werdet Ihr häufig kein Suchfeld finden – das ist auch kein Problem, solange die Seitenzahl überschaubar und die Navigation logisch aufgebaut ist. Hier auf dem Blog dagegen schon, schließlich haben wir schon eine beträchtliche Menge an Beiträgen verfasst und wollen es Euch leichtmachen, Posts zu einem bestimmten Thema zu finden. Was Online Shops betrifft, so ist eine Suchfunktion unabdingbar. Einfach deshalb, weil das die User erwarten und viele keine Lust haben, mühsam die Navigationskategorien zu durchsuchen. Lieber kehren sie dem Shop dann den Rücken und suchen bei der Konkurrenz weiter.



5 zentrale Aspekte einer userfreundlichen Suche:

1. Platzierung

2014 befragte eResult im Rahmen einer Studie deutsche und britische User, wo diese das Suchfeld in einem Online Shop erwarten würden. Das Ergebnis: die Suchfunktion wird am häufigsten im oberen zentralen Bereich der Webseite erwartet. Noch wenige Jahre zuvor erwarteten die meisten User das Suchfeld im oberen rechten Seitenbereich. Ein plausibler Grund für die Verschiebung der Position: große Shops wie Amazon setzen seit Jahren auf ein zentral platziertes Suchfeld, wodurch sich die Erwartungshaltung der User allmählich veränderte. Außerdem ist das Suchfeld so besonders auffällig. Konkret heißt das für Euren Online Shop: Das Suchfeld muss zwingend im oberen Seitenbereich, genauer gesagt im Header, gut sichtbar platziert sein. Heute tendenziell in der Mitte, siehe Amazon.de (bei knapp 40% der Shops ist das inzwischen der Fall). Es kann aber auch rechts stehen, siehe Zalando.

 

2. Größe

Ein zu kleines Suchfeld kann wahnsinnig nerven. Es sollte lang genug sein, dass User auch etwas längere Suchbegriffe („Fahrradtasche dunkelblau“, „Asus Notebook 17 Zoll gebraucht“) problemlos eintippen können. 

 

3. Button Design

Der Such-Button sollte klar erkennbar sein, denn er identifiziert das Suchfeld als solches. Oft wird für ihn eine auffällige Farbe gewählt, die mit dem Corporate Design in Einklang steht. Das Lupensymbol ist sehr gängig und reicht vollkommen aus, um das Suchfeld zu kennzeichnen. Dem Prinzip des „Mobile First“ geschuldet ist die Tatsache, dass viele Websites heute auch in der Desktop-Version statt eines Suchfeldes lediglich das Lupensymbol anzeigen, wie etwa der Canon-Shop. Der Nachteil: einerseits ist die Suchfunktion so weniger prominent und wird womöglich nicht wahrgenommen, andererseits kann der suchaffine User nicht sofort mit dem Tippen seiner Suchanfrage loslegen.

 

4. Funktionen

Um wirklich userfreundlich zu sein und die besten Ergebnisse zu liefern, sollte die Produktsuche im E-Commerce über bestimmte Funktionen verfügen.

 

Auto-Suggest und Autocomplete
Sobald ich bei Google die ersten Buchstaben in das Suchfeld tippe, schlägt mir die Suchmaschine mögliche Vervollständigungen vor: Das ist praktisch, denn so kann ich unter Umständen einfach den passenden Begriff anklicken anstatt ihn ausschreiben zu müssen. Kein Wunder, dass immer mehr User genau diese Auto-Suggest-Funktion auch von der Produktsuche im Online Shop erwarten. Besonders userfreundlich gestaltet Ihr Eure Produktsuche, indem Ihr dem User bereits Bilder relevanter Produkte anzeigt:

google auto complete moodia

 

Fehlertoleranz
Tippfehler sind keine Seltenheit und manchmal weiß der Nutzer auch einfach nicht genau, wie ein Produkt heißt. Eine intelligente Suche sollte also fehlertolerant sein und trotz Rechtschreibfehlern und Vertippern relevante Ergebnisse anzeigen. Amazon vermutet beispielsweise ganz richtig, dass ich mit „serlock“ eigentlich „Sherlock (Holmes)“ meine: Neben Rechtschreib- und Tippfehlern sollte Eure Suchfunktion auch Teilbegriffe, Singular und Plural sowie Synonyme berücksichtigen. Ob ich nach „Bergstiefel“ oder „Bergschuhe“ suche, sollte also einerlei sein.

 

 

5. Präsentation der Suchergebnisse

Wichtig ist, dass Ihr den User nicht nur während seiner Suchanfrage „an der Hand“ nehmt, Ihr solltet ihn auch danach unterstützen und die Suchergebnisse übersichtlich präsentieren:

Prinzip der Trefferordnung:
Dabei können die Treffer nach Relevanz geordnet sein, aber auch Bestseller und die Verfügbarkeit von Produkten sollte berücksichtigt werden. Wenn ich auf das erste angezeigte Produkt klicke und auf der Produktseite erfahre, dass es „aktuell nicht lieferbar“ ist, werde ich dem Shop vermutlich frustriert den Rücken kehren. 

 

Präzision durch Filter:
Ist die Auswahl an Treffern zu groß, verwirrt das den User eher als dass es ihm hilft. Ermöglicht daher dem User, die Ergebnisse seiner Suche einzugrenzen und etwa nach Marke/ Hersteller, Preis oder Farbe zu filtern.

 

Produktempfehlungen:
Zusätzlich zu den relevanten Treffern der Suchanfrage könnt Ihr auf der Suchergebnisseite auch Empfehlungen für andere, ähnliche Produkte aussprechen oder „Beliebte Artikel“ anzeigen.
Hilfestellung: War die Suche erfolglos, solltet Ihr dem User helfen. Etwa, indem Ihr ihm Tipps für besser passende Suchbegriffe gebt. Oder macht es wie Westwing Now: Hier wird dem User angeboten „es hier direkt noch einmal“ zu versuchen. Außerdem werden ihm die „aktuellen Looks“ angezeigt. Der User hat das Gefühl, dass der Shop sich bemüht und ihm auch bei einer erfolglosen Suche Hilfestellung leistet.

 

 

Das ist wichtig bei der mobilen Suche

Selbstverständlich sollte auch die mobile Suche eines Online Shops userfreundlich gestaltet sein. Hier ein paar Tipps, worauf Ihr bei der mobilen Suchfunktion achten solltet:

Suchvorschläge, Fehlertoleranz und passende Filter zur Eingrenzung der Treffer sind auch im mobilen Kontext enorm wichtig. Das Suchfeld beziehungsweise das gängige Lupensymbol sollte auf der Startseite gut sichtbar und sofort benutzbar sein. Versteckt die Suchfunktion also keinesfalls im eingeklappten Menü. Das Lupensymbol befindet sich üblicherweise neben den Links zu Kundenlogin und Warenkorb. Die Autokorrektur sollte bei der Sucheingabe nicht aktiviert sein. Denn automatisch korrigierte Sucheingaben können dazu führen, dass der User ein Produkt erst recht nicht findet (etwa wenn aus der Marke „Converse“ ein „Converter“ wird). Die Suchanfrage sollte sowohl über den Button als auch über die Tastatur ausgelöst werden können. Achtet außerdem darauf, dass die mobile Suche touchfreundlich ist und User sowohl den Suchbutton als auch Vorschläge im Vorschlagfenster problemlos mit dem Finger angetippt werden können.

 

 

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Über den Verfasser

Christina Becker Christina Becker

Mein Name ist Christina Becker und ich bin bei Moodia für den Bereich "Digital Marketing & Konzeption" verantwortlich. Ich freue mich auf Ihre Fragen rund um das Thema "Sichtbarkeit im Internet of Things"

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